Herkules-Berglauf

Links: Yvonne auf Höhe Löwenburg Rechts: Die drei Schnellsten des Damenrennens. (v.l.n.r. Laura Hottenrott, Nina Engelhard, Yvonne Keldenich) – (Bildquelle: Gerwin Degen PSV und Regino Otto)

 

Kassel – Bei herbstlichem Kaiserwetter lockte es 4 Athleten des Teams zum tradierten Herkules-Berglauf. Der Lauf beginnt zum Fuße des Bergparks in der Nähe der Reformschule Kassel und führt über 6,2 km und 360 Höhenmeter hinauf zum Wahrzeichen Kassels, dem Herkules. Die Strecke ist auf ihrem Weg durch das Unesco Welterbe gespickt mit zwei sehr harten Passagen, auf denen der maximale Gradient im Bereich von 20% liegt. Für Stravaisten hier der Streckenverlauf im Detail.

Am erfolgreichsten beendete Yvonne Keldenich den Lauf. Mit einem tollen 3. Platz in der Gesamtwertung von 35 Frauen. In einer Zeit von 31:40 min machte sie genauso weiter, wie sie es am zuvorigen Wochenende beim Dorflauf in Vollmarshausen vorgelegt hatte. Die beiden Damen vor ihr waren mit Nina Engelhard und Laura Hottenrott unerreichbar schnell. Hottenrott stellte sogar mit einer Zeit von 28:08 min einen neuen Streckenrekord auf. Um Yvonnes Zeit im Vergleich zu dieser überstarken Konkurrenz korrekt einzuordnen zu können, muss man ein wenig in die Vergangenheit des Laufes schauen. Sie wäre mit ihrer Zeit in den letzten Jahren immer in den Top 3 gewesen und hätte einige Male den Lauf sogar gewonnen.

 

Links: Oli auf Höhe Löwenburg Rechts: Oli beim Zieleinlauf – (Bildquelle: Gerwin Degen PSV und Regino Otto)

 

Bei den Herren platzierte sich Oliver Lieblein in einer Zeit von 27:05 min auf einem sehr guten 5. Platz. Nach langer Zeit war er den Berglauf mal wieder angegangen und konnte aus einer blendenden Form heraus seine Bestmarke von 28:29 min aus dem Jahre 2009 deutlich verbessern. Platz 3 und 4 waren dabei sogar noch in Schlagweite von etwa 20 Sekunden. Aber was 20 Sekunden in einem Anstieg bedeuten, an dem man am Ende schon auf Maximum läuft, weil es einfach nicht anders geht, das weiß man spätestens, wenn man sich diesen Lauf mal angetan hat. Stefan Cloodt beendete den Lauf in einer Zeit von 34:06 min als 11. der AK Sen M50 in einer sehr zufriedenen Laune.

 

Mitte: Stefan Cloodt Links und Rechts: Takis mit Buggy – (Bildquelle: Gerwin Degen PSV und Regino Otto)

 

Außerhalb der regulären Wertung lief Takis Keldenich den Lauf als besondere Herausforderung mit einem Lauf-Buggy samt Tochter Hanna. Dies geschah zum Leid aber auch zur Freude der anderen Teilnehmer. Aus Respekt vor allen Läufern aus dem Ende des Feldes startend war es gar nicht so einfach, gut in den Lauf zu kommen, ohne andere Läufer zu behindern, also erstmal locker anlaufen. Viel Applaus gab es für die beiden, ganz zur Freude von Hanna, die nicht mehr machen musste, als abundzu mal zu klatschen. Je weiter die beiden sich im Feld nach vorne gearbeitet hatten, desto angestrengter wurden die Blicke der Überholten. Niemand wollte sich natürlich oben anhören müssen, er sei hinter dem Buggy geblieben. Daher gab es noch den ein oder anderen Platz auf den finalen Serpentinen auszulaufen. In einer Zeit von 35:48 min und als 49. von 108 gestarteten Männern war auch Takis sehr zufrieden. Maximalpuls inklusive. :)

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