Tri-Team Fuldatal zu Besuch im Norden

Halbmarathon in Hannover

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Ein Erlebnisbericht zum Halbmarathon in Hannover von Christian Wengler:

„Niedersachsens Hauptstadt war heiß auf den 24. Tui Marathon Hannover und sollte mit über 18.000 Läufern einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen. Am Sonntag erwartete die Tri-Team-Männer Patrick und Christian ideales Laufwetter, leicht bewölkt, milde 18°C, trockener Asphalt und Windstille, wie man sie sonst nur aus Hessen kennt. Die Sideseeing-Tour vorbei an Hannovers Sehenswürdigkeiten sollte keine Wünsche offen lassen und versprach obendrein mit einer Höhendifferenz von 17 m eine gelungene Abwechslung zum hessischen Alltagslauf zu werden. Also perfekte Bedingungen die persönliche Bestzeit auf 21 km anzugreifen?

Patrick, den bis zuletzt eine schmerzende Ferse plagte, entschied sich kurzfristig doch am Rennen teilzunehmen. Christian hatte seine Lehre aus dem übereifrig angegangenen Halbmarathon im letzten Jahr gezogen und schonte diesmal sein Knie. Freundin Nicole gab Ihr Debüt beim Halbmarathon. Eine Distanz, die Sie sich bisher nur als absolvierten 16 km Lauf im Training plus irgendwie zu überwindende 5 km vorstellen konnte. Dabei sein ist alles und heile durchkommen irgendwie auch, da waren sich schließlich alle einig, und so schlossen sich Patrick und Christian als Wegbegleiter an Ihrer Seite an.

Traditionell wurde der Rennstart in Hannover mit „Hells Bells“ von ACDC eingeläutet und die ohnehin schon prächtige Stimmung der 7.000 Läufer auf der Halbmarathondistanz weiter angeheizt. Nicht zuletzt das Getöse der unzähligen Zuschauer entfachte einen gewaltigen Adrenalinschub und machte es von Beginn an schwer, dass ringsum hohe Tempo der laufwütigen Meute auszublenden um die selbstgesteckte Zielzeit von 2 Stunden + X nicht zu gefährden. Trotz Grillgenuss am Vorabend war Patrick sein überdurchschnittlich guter Trainingszustand durch die akribische Vorbereitung auf die Langdistanz in Roth anzusehen. Christian hatte durch Nudelschaufeln und knackige Laufeinheiten die Tage zuvor noch Reserven aktivieren wollen, wohlwissend, dass er sich eigentlich eher im Wasser als auf Asphalt wohlfühlt. Daher war es umso erstaunlicher, dass sich die Unterschiede im Trainingsstand kaum äußerten und schnell eine gemeinsame Pace von rund 6:30 min/km über die ersten 6 km aufgenommen wurde. Dabei konnten Patrick und Christian beweisen, dass Sie durchaus multitaskingfähig sind und neben dem Laufen als Wettkampfverpfleger, Anekdotenerzähler und Motivator glänzen können.

Nach dieser Eingewöhnungsphase fühlte sich Patrick ausreichend aufgelockert und überraschend fit. Weit und breit keine Schmerzen in Sicht zog er das Tempo für die restlichen 15 km an. Im Alleingang sollte dies ab dem Moment eine Pace von sportlichen 4:40 min/km bedeuten. Trotz beachtlicher aber kontrollierter Geschwindigkeit hatte er wie immer ein Lächeln für seine Bekannten aus der Heimat und die Triathlonkollegen des Hannoverschen Sportvereins von 1896 übrig. Die ursprüngliche Zielzeit aus den Augen verloren, drehte Patrick zum Schlussspurt auf und erreichte die Ziellinie nach 2 Stunden – X in 1:49:39.

Angetrieben von lauten Trommlergruppen liefen sich Nicole und Christian bis zum magischen Kilometer 16 die Beine schwer. Als die langersehnten letzten 5 km eingeläutet wurden, hatte sich Christian bereits an den etlichen Verpflegungsstationen eine beachtliche Wettkampfreserve von 13 Energie-Gels in die Hosentaschen gefüllt. Entlang am Welfenschloss, Hannovers Hochburg des partywütigen Studentenvolks, ging es unaufhaltsam dem Ziel entgegen. Die Taktik ging auf… anders als das Jahr zuvor machte das Knie keinerlei Anstalten sich vorzeitig zu verabschieden und so war die Ziellinie vor eindrucksvoller Kulisse des neuen Rathauses nach 2:21:15 im Schlusssprint überquert.

Ergebnisse Hannover Halbmarathon 2014:

Patrick Bujok: AK35, 1:49:39, Platz (M/W) 1394, (AK) 179, (Gesamt) 1525

Christian Wengler: HK, 2:21:15, Platz (M/W) 3944, (AK) 706, (Gesamt) 5258″

 

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