Hallenbike 2018: Motivation lässt grüßen!

Acht Sportler, ein Mountainbike auf der Rolle, 48h Zeit. Stündlich wird gewechselt. So einfach sich das Konzept des legendären 48h-Mountainbike-Rennens in der Rhön anhört, so einfach ist das nicht… Auf der Rolle fahren bedeutet, sich keinen Zentimeter vom Fleck zu bewegen. Ganz schön langweilig also, so ganz ohne Zwift und Fernseher. Draußen liegt Schnee, es ist Februar… die Grippewelle ist in vollem Gange. Erkältet ist sowieso jeder zweite. Schnell liegt das halbe Team flach und es müssen Ersatzfahrer her. Also Menschen, die freiwillig an einem frostigen Februarwochenende nachts um 3 Uhr aufstehen, um sich auf ein Fahrrad in einer stickigen Sporthalle zu setzen. Und zu strampeln was das Zeug hält. Finde den Fehler.

 Tatsächlich macht dieser Wettkampf aber wahnsinnig viel Spaß. Egal ob Tag oder Nacht, es ist immer Stimmung in der Halle. Für mich war es die dritte Teilnahme am Hallenbike. Ich freue mich immer monatelang darauf, dass es wieder losgeht – nach der ersten Stunde (bzw. Fahrt) kann ich kaum erwarten, dass es wieder vorbei ist. An dieser Stelle kann ich meinen Bericht eigentlich schon beenden, viel mehr „Message“ habe ich nicht. Ja, es ist zwischendurch eine Qual. Und ja, es macht tierisch viel Spaß.

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Von den rund 180 Teilnehmern in 23 Teams sind die meisten nämlich Wiederholungstäter, ein paar wenige betreiben diesen Wahnsinn tatsächlich seit 16 Jahren. Was genau dieses Suchtpotential am Hallenbike ausmacht, kann man in Worten nicht so richtig beschreiben. Sicherlich ist es ein tolles Gefühl, über Grenzen hinauszugehen und eine starke Leistung zu bringen. Für mich ist das Hallenbike eine große Motivation, auch im Winter Fahrrad zu fahren und fit zu bleiben. Dazu kommt aber noch viel, viel mehr – die tolle Organisation [ein riesengroßes Lob an die Veranstalter!], der Teamgeist, das Fahren für den guten Zweck, das Treffen von vielen alten Bekannten [die man, wie erwähnt, natürlich Jahr für Jahr beim Hallenbike trifft!], die 1a-Rund-um-die-Uhr-Verpflegung mit ganz tollen Helfern, die immer zu Späßen aufgelegt sind, die Massagen zwischen und nach dem Wettkampf, das Bewusstsein, nicht alleine zu kämpfen sondern 22 andere Gesichter „verzweifelt” auf die Uhr blicken zu sehen [na gut, das ist leicht übertrieben… soll vorkommen, dass man sich ab und zu mal anlächelt ;-)], das Läuten der ohrenbetäubenden Kuhglocke [Signal, noch mal richtig in die Pedale zu treten], das Gefühl, nach einer Stunde vom Rad zu steigen und einfach nur noch atmen zu müssen, […] . Das Hallenbike kann man nicht beschreiben, man muss es erleben.

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