Thomas Sämann beim Ironman 70.3 Kraichgau

Am Sonntag stand das erste Highlight meiner diesjährigen Saison an, der Ironman 70.3 Kraichgau. Mit guten Erinnerungen von zwei erfolgreichen Starts bei diesem Event reiste ich in das Land der 1000 Hügel. Die Tage vor dem Rennen machten meine Beine aber leider nicht den besten Eindruck. Dies änderte sich leider im Wettkampf auch nicht groß und ich konnte meine mir gesteckten Ziele nicht wirklich erreichen, aber fangen wir den Bericht lieber mal chronologisch an.

Der Start im wunderschönen Hardtsee lief problemlos ab und ich konnte zumindest in der ersten Disziplin eine halbwegs solide Leistung abrufen und nach knapp über 29 Minuten dem Wasser entsteigen. Im Vergleich zu den schnellsten meiner (schweren) Altersklasse 25-29 geht das in Ordnung. Dann auf mein geliebtes Speed Concept und mich auf meine normal stärkste Disziplin gefreut. Die erste Stunde konnte ich auch gut meine vorgenommenen Werte einhalten (270W) und viele Plätze gut machen. Aber dann meldeten die Beine schon nach 35-40km an, dass sie heute nicht gewillt sind richtig einen raus zu hauen. Also Tempo etwas reduziert und gehofft, dass es wieder besser wird. Aber dem war leider nicht so. Die letzten 1,5h auf dem Rad bin ich gerade mal die Leistungswerte (240W) gefahren, die ich sonst über 180km auf der Langdistanz bringe. Ab hier hatte ich im Kopf auch beschlossen nicht mehr so sehr auf die Werte zu achten, sondern einfach versuchen das Rennen zu genießen und alles zu geben was die Beine an dem Tag drauf haben! Aber die Kilometer wurden schon sehr zäh gegen Ende der Radstrecke und ich war froh nach 2:32h endlich mein Rad in die Wechselzone stellen zu können (Dass trotzdem noch eine halbwegs passabler Rad-Split herauskam zeigt wohl wie gut das Material rollt, welches ich unterm Hintern habe). Kurz hatte ich die Hoffnung wenigsten noch einen guten Lauf hinlegen zu können, aber da war auch schnell klar, dass das nichts wird und ich den normalen 4:00er Schnitt den ich bei einer Mitteldistanz laufe ad acta legen kann. Die Temperaturen von über 30 Grad kamen da auch noch dazu. Hab mir dann gesagt: „selbst mit Matsch-Beinen, eine 1:30h kannst du immer irgendwie rennen“. Gesagt und getan. Nach 1:30h und einigen qualvollen Kilometern erreichte ich nach einer Gesamtzeit von 4:37h endlich das Ziel (7. Altersklasse / 36. Gesamt).

SAMSUNG CSC

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Was bleibt nun das Fazit nach diesem Wettkampf?

  • Ich sollte wohl mal wieder mehr auf den Coach hören und den Trainingsplan nicht wild nach frei Schnauze interpretieren.
  • Ich habe einige Anfängerfehler beim Tapern gemacht, das sollte ich mittlerweile eigentlich besser wissen.
  • Die Form ist glaube ich gar nicht so schlecht (aber auch nicht richtig gut) und in 1,5 Wochen habe ich bei der nächsten Mitteldistanz die Chance es besser zu machen.
  • Der Motivations-Arschtritt kommt zur richtigen Zeit und bis den wichtigen Wettkämpfen im Herbst bleibt noch genug Zeit an den Stellschrauben zu drehen.

Außerdem hatte ich etwas Glück und konnte mir trotzdem einen Qualifikationsplatz für die Mitteldistanz WM im September in Chattanooga sichern. Die passt mir sowohl geografisch als auch terminlich perfekt in meinen Hawaii Plan!

Bis dahin

Aloha Thomas

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