Heißer Tanz an der Fulda beim Kassel Triathlon

Kassel – Mit über 30°C mussten die Athleten am 4.7.2015 beim Kassel Triathlon kämpfen. Erschwerend kommt bei diesem Triathlon jedes Jahr hinzu, dass der Start nicht morgens sondern nachmittags ist. Bei diesen Temperaturen also zu einer sehr heißen Tageszeit. Lustig dass dennoch für Volks- wie auch Olympische Distanz ein Neoprenanzug erlaubt war, weil die Wassertemperaturen im Seitenarm der Fulda nur knappe 20°C betrugen. 11 Fuldataler nahmen am Triathlon teil, 8 auf der Volksdistanz und 3 gaben sich bei dem Wetter das volle Programm der Olympischen Distanz.

Volksdistanz

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Wechsel Nr. 2 Marco Rudel (Foto WVC)

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Einlauf in die Wechselzone Takis Keldenich (Foto WVC)

Die Volksdistanz war an diesem Tag eine gute Wahl, sofern man bei solchen Temperaturen anfälliger ist. Kurzfristig wurde die Schwimmstrecke geändert, so dass nicht mehr eine One-Way-Strecke aus dem Seitenarm heraus geschwommen wurde, sondern um Bojen herum ein Kurs geschwommen werden musste. Unglücklicher Weise hatte dieser Kurs für eine Volksdistanz deutliche Überlänge. Wenn ein Garmin 910 XT bei 860 Meter anschlägt und wir ein wenig Toleranz geltend machen, dann sind wir trotzdem noch deutlich über 500 Metern. Gut also für alle guten Schwimmer. Die Radstrecke erfuhr auch eine leichte Änderung zu den Vorjahren und ist nun eine reinde Wendepunktstrecke. Einzig das Laufen war mit seinen 6,2 km wie immer geblieben.

Von den Fuldataler Startern kam Marco Rudel mit diesen Bedingungen am besten zurecht und belegt einen guten 7. Platz mit Kontakt nach vorne. Eine solide Schwimmzeit und eine sehr gute Radzeit sicherten ihm diesen Platz. Die zweitbeste Platzierung des Teams belegte Takis Keldenich mit Rang 13. Der Neo rettete ihn über das Schwimmen und trotz aktuell starker Radform war bei den Temperaturen das Dosieren selbst bei einem Sprint schon sinnvoll. Einige ungünstig auf der Strecke fahrende Autos und nicht sauber fahrende Mitstreiter (Immerhin mit Zeitstrafe belegt) taten ihr Übriges. Ein Kontakt nach weiter vorne war nicht drin, aber beim Laufen war dann auch jedes gesparte Korn Gold wert und das Ergebnis zufriedenstellend. Mit Platz 26 war unser „Rookie“ Stefan Cloodt drittschnellster Starter und man sieht hier klar, dass ihm Olympische Distanzen bisher besser liegen.

Bei den Frauen zeigte Saskia wieder ein Mal, dass sie in blendender Form ist. Zusammen mit Takis stieg sie aus dem Wasser, legte dann sogleich einen schnelleren Wechsel hin und wurde erst am Ende des Auedamms wieder durch ihn aufgefahren. Es folgten eine sehr gute Rad- wie auch Laufzeit, welche Saskia ganz solide den zweiten Gesamtrang hinter Bundesligastarterin Ellen Knoepke sicherten. Für die nächsten Rennen der Region bleibt sie mit Sicherheit ein heißes Eisen!

Olympische Distanz

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Nur die Harten … Christoph Dargel bei brütender Hitze auf der Laufstrecke (Foto WVC)

Auf der Olympischen Distanz gab es keine großen Streckenänderungen. Lediglich der Radwendepunkt wurde ein wenig versetzt, so dass die Radstrecke im Vergleich zum Vorjahr leicht verkürzt war. Das, was die Radstrecke so anspruchsvoll macht, blieb also erhalten. Der Stich in den Söhrewald ist bei solchen Temperaturen eine echte Herausforderung.

Nur 3 Athleten waren bereit, bei diesem Wetter die Olympische Distanz anzugehen. Und 2 von ihnen waren das Wochenende zuvor schon in Waldeck ebenfalls im Ligarennen Olympisch gestartet. Hut ab an die beiden! Schnellster Fuldataler auf dieser Distanz war Stefen Weiß mit dem 25. Gesamtplatz. Mit gleichmäßigen Leistungen konnte Stefen seinen Platz sicher behaupten und kam so in seiner stark besetzten Altersklasse auf den 6. Rang. Christoph, der auf den längeren Distanzen noch nicht so lange unterwegs ist, lieferte zwei gute erste Splits ab und musste dann beim Laufen richtig die Zähne zusammen beißen. Dennoch eine prima Leistung!

Alle Ergebnisse: http://www.triathlon-service.de/ergebnisse/2015.php

Über Takis