Die Liga zu Gast in Südhessen

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Saunaparty bei 30°C auf der Autobahn

Darmstadt – Eigentlich hätten die 2. Mannschaft der Herren und die Frauenmannschaft des Teams getrennte Wettkämpfe gehabt und wären nicht zusammen in Darmstadt gewesen. Da aber der für die Herren geplante Wettkampf in Griesheim als zweite Ligastation nach Baunatal ins Wasser fiel und der DSW Darmstadt die Ausrichtung der Ligarennen aus Griesheim mit übernahm, fuhren an diesem Tag zwei Mannschaften des Teams zusammen in den Süden. So ging es mit bester Laune zusammen im Bus am Samstagnachmittag bei 30°C und ohne Klimaanlage auf die Autobahn. Gute Entscheidung, bei dem Wetter direkt am Wettkampftag anzureisen, hätte Kraft gekostet.

Trotz der zeitigen Anreise stand dann doch noch erheblicher Stress auf dem Programm. In der Ausschreibung waren keine festen Zeitfenster für die Checkins vorgesehen, so dass alle davon ausgingen, dass eine Stunde vor dem Start ein Checkin ohne Sorgen möglich ist. An der Wechselzone angekommen fanden wir dann aber eine etwa 400 Meter lange Schlange vor, nichts bewegte sich. Kurz vorne nachgefragt. Der Checkin wurde einfach wegen des laufenden Wettkampfs der offenen Klasse vorläufig dicht gemacht. Eine Fehlplanung mit folgen … Die Starter der ersten Startgruppe hatten am Ende effektiv 8-10 Minuten Zeit für den gesamten Checkin und das Einfinden am etwa 1 km entfernten Startbereich. Es schafften alle, aber entspannt sieht anders aus.

 

 

1. Hessenliga Frauen

Bei Ihrem Debüt als Teamkapitän wurde Saskia Freiwald gleich auf die Feuerprobe gestellt. Es hieß für den Woogsprint in Darmstadt am Sonntag, den 08.06.2014 innerhalb von einer Woche ein fast komplett neues Team aufzustellen. Verletzungs- und krankheitsbedingt waren gleich drei Ausfälle zu verzeichnen und das bis kurz vor Abfahrt am Samstag. Mit Daniela Pätsch (von den Trianhans, die per Zweitstartrecht diese Saison die Tri-Team Mädels unterstützt), Anne Range (unser Mädel aus Wien) und Salva Plantera (mittlerweile eher Zumba-Omi) konnte Saskia dann doch noch ein komplettes und gut gelauntes Team an den Start bringen.

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v.l.n.r. Anne Range, Saskia Freiwald, Daniela Pätsch, Salva Plantera

Die angekündigte brütende Hitze war bereits am Morgen zu erahnen. Doch durch den unverhältnismäßig engen Zeitplan für Startunterlagenabholung und Check-In, wurde es für einige der Athleten noch sehr viel heißer. Uns Mädels blieb Gott sei dank noch genug Zeit, um uns die vielen verwirrenden Laufwege der Wechselzone usw. gut einzuprägen. Schön war vor allem die entspannte Stimmung zwischen den Mädels aller nordhessischen Triathlonvereine.  Wie ein großes Team ging es gemeinsam zum Start um 10:15 Uhr. Schon beim Start vom Steg wurde klar, dass das eine enge Kiste werden würde. Zu viele Athleten auf einer zu kurzen Strecke. Wir behinderten uns alle so sehr gegenseitig, dass der Swimsplitt des Tages für die meisten eher ernüchternd war.

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Nordhessen vereint in Südhessen

Anne und Saskia, die sich verhältnismäßig gut durch die Massen kämpfen konnten, waren schnell gewechselt auf ihren Bikes und brannten ihre Spuren in den Asphalt. Dani, die kurz vor Salva die Wechselzone erreichte, lies es sich nicht nehmen und ging als Dritte auf die relativ einfache Radstrecke. Die 2 zu fahrenden Runden waren Salva zum Teil schon bekannt vom Start vor 2 Jahren in Darmstadt, doch brannten ihr heute wesentlich mehr die Beine bei dem jeweils ganz leicht ansteigendem Teil der Strecke. Als Gedächtnisnotiz sagte sie sich: Merke: gebe niemals Rumpfstabi- und Zumbakurse 1 Tag vor einem Sprint! Anne uns Saskia zeigten eine sehr gute Radperformance. Und das, obwohl Saskia einige Zeit damit verbrachte, ihre Kette wieder in Ordnung zu bringen.

 Mit lauten Anfeuerungsrufen der Jungs, die mittlerweile alle mit Bravour ihren Wettkampf gemeistert hatten, sprinteten die Mädels eine nach der anderen zur letzten Disziplin. Der 3 mal zu durchlaufende Rundkurs durch den Park war leider nicht ganz so schattig, wie wir es uns alle gewünscht hatten. Saskia, bekannt für ihre hervorragende Laufleistung, zeigte dem Wetter die kalte Schulter und lief in der 3. Runde auch noch an Anne vorbei als erste des Teams ins Ziel. Anne, der die Hitze wesentlich mehr zu schaffen machte als sie sich wünschte, erreichte 1 ½ Minuten später den ersehnte Finisherbereich.

Dani, die in diesem Jahr ihr Training auf Mitteldistanzen ausgelegt hat, hielt ihren Laufschnitt durchgängig, haderte aber auch sehr mit der mittlerweile kaum noch erträglichen Affenhitze. Sie komplettierte mit ihrem Ergebnis die Teamwertung, so dass am Ende für das Team ein Platz 8 zu verbuchen ist.

Knapp 1 ½ Minuten später war dann auch Salva wieder mit im Bunde. Noch nie eine gute Läuferin, fühlte sie sich aber von Runde zu Runde besser, so dass sie am Ende noch Puste für mehr gehabt hätte, wenn da nicht die Sache mit den schweren Beinen gewesen wäre.

 Unterm Strich lässt sich sagen:

Tolles Team, viel Freude, gute Leistungen – Tri-Team Fuldatal!!!

 

 

1. Hessenliga Damen Gesamtplatz 9 von 11

Name Platz Swim T1 Bike T2 Run Endzeit
Saskia Freiwald 19 15:04 02:12 37:43 01:50 23:04 01:19:54
Anne Range 25 15:39 02:05 36:03 01:57 25:31 01:21:16
Daniela Pätsch 40 16:06 02:44 39:40 01:58 29:39 01:30:09
Salva Plantera 42 16:31 02:37 40:30 01:50 29:55 01:31:25

 

 

3. Hessenliga Herren

Die Männer der dritten HTL, diesmal in der Besetzung: Takis Keldenich, Simon Küpper, Gerrit Krug, Stefen Weiß und Sven Deussing, machten sich am Wochenende des 7.+8.06. auf den Weg nach Darmstadt, wo diesmal die Hessenligen ihren zweiten Wettkampf hatten. Während Simon, Takis und Sven zusammen mit dem Damenteam der 1.HTL und einigen WVClern bereits am Samstag anreiste, stießen Gerrit und Stefen am Sonntag zum Team dazu.

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v.l.n.r. Sven Deussing, Takis Keldenich, Simon Küpper (es fehlen Gerrit Krug und Stefen Weiß, der zu der Zeit bei der Dopingkontrolle war)

Schnell wurde am morgen des Wettkampfs klar, dass nicht die Hitze mit Temperaturen über 30 Grad, sondern die Gesamtorganisation den Athletinnen und Athleten einigen Probleme machte. Darmstadt sprang, wie schon erwähnt, für Griesheim dieses Jahr ein und übernahm neben der 2. Bundesliga, der 1.+2. HTL Männer und Damen auch noch die 3.,4.,5. HTL der Männer. Die daraus folgenden extrem langen Schlangen an der Startnummernausgabe und beim Rad Check-In brachten einigen Athleten um ihre gewohnte Wettkampfvorbereitung. Simon und Sven hatten beispielsweise keine Möglichkeit sich die Strecken anzugucken oder ihre Wechselzone einzurichten sondern mussten mit vielen anderen Athleten innerhalb von 10min vom Check-In (den man zwischenzeitlich auch noch geschlossen hat) um den halben See zum Schwimmstart laufen. So verlief die erste Distanz bei den meisten Tri-Teamlern miserabel.

Auf der schönen und voll gesperrten Radstrecke waren jedoch diesmal alle mehr oder weniger zufrieden und konnten noch einige Plätze gut machen oder ihre verteidigen. Beim Laufen kam es dann zu der befürchteten Hitzeschlacht, wo aber zum Glück alle Tri-Teamler unversehrt durchkamen und teilweise sogar noch gute Zeiten rauslaufen konnten. Insgesamt stand leider nur ein 9.Tabellenplatz fürs Team der dritten HTL zu buche, obwohl die Einzelleistungen nicht zu unterschätzen waren. Auch wenn Takis, der für das Team einsprang und eine Woche später bei einer Mitteldistanz starten wird, den Wettkampf voll durchgezogen hätte, wäre maximal Platz 8 drin gewesen. Von daher mussten und konnten mit der Platzierung alle zufrieden sein.  Die Stimmung im Team war aber sehr gut und hat Lust auf den Rest der Saison gemacht.

Als besondere Vorkommnisse kann noch erwähnt werden, dass Stefen am Ende noch zur Doping-Kontrolle musste, über dessen Ergebnis ich leider keine Information habe.

 

 

3. Hessenliga Herren Gesamtplatz 9 von 10

Name Platz Swim T1 Bike T2 Run Endzeit
Takis Keldenich 20 14:28 01:56 30:55 01:54 20:54 01:10:09
Gerrit Krug 31 14:16 02:06 32:54 02:07 22:50 01:14:14
Simon Küpper 35 16:00 02:20 35:09 01:51 20:39 01:16:01
Sven Deussing 39 14:47 02:09 35:55 02:15 21:31 01:16:40
Stefen Weiß 39 15:37 02:41 33:11 02:46 22:48 01:17:05

 

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