{"id":3208,"date":"2013-07-15T10:11:04","date_gmt":"2013-07-15T09:11:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/?p=3208"},"modified":"2013-08-14T10:28:17","modified_gmt":"2013-08-14T09:28:17","slug":"drama-in-7-etappen-schwalbe-tour-transalp-2013-powered-by-sigma-die-kalteste-und-nasseste-transalp-der-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/?p=3208","title":{"rendered":"Drama in 7 Etappen"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml>\n<w:WordDocument>\n<w:View>Normal<\/w:View>\n<w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n<w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n<w:DoNotOptimizeForBrowser\/>\n<\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Schwalbe Tour Transalp 2013\u00a0 powered by Sigma&#8220; &#8211; die k\u00e4lteste und nasseste Transalp der Geschichte.<\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">Eine Woche mit unfassbar vielen Erfahrungen f\u00fcr Yvonne und Katharina (KSV Baunatal) &#8211; hier eine <b>kurze Zusammenfassung<\/b> oder vielmehr ein Erlebnisbericht:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3210\" aria-describedby=\"caption-attachment-3210\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aprica.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3210 \" alt=\"MEDION Digital Camera\" src=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aprica-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aprica-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aprica-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/aprica.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3210\" class=\"wp-caption-text\">Katharina und ich auf unserer 7t\u00e4gigen Alpen\u00fcberquerung<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Tahoma;\"><span class=\"usercontent\"><b><span class=\"textexposedshow\"><b><span style=\"font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\"><span class=\"textexposedshow\"><b><span style=\"font-size: 10.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">Etappe 1: Sonthofen &#8211; St.Anton (124,8km + 2279 Hm)<\/span><\/b><span style=\"font-size: 10.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/b><\/span><\/b><span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\"><span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-size: 10.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\">Der erste Tag startet zun\u00e4chst gut. Im nervigen neutralisierten Start beginnt die Etappe etwas ruppig aber es rollt gut bis zum ersten Passanstieg. Auf dem Pass dann die erste neue Erfahrung: Nebel&#8230;und zwar so dicht, dass man das Hinterrad seines Vordermannes nahezu nicht mehr sieht. Immer wieder h\u00f6rt man pl\u00f6tzlich aus dem Nichts Trillerpfeifen und steht Sekunden sp\u00e4ter vor Helfern, die die Richtung weisen. In einem Tunnel in der Abfahrt pl\u00f6tzlich Stop: Vor uns ein schwerverletzter Fahrer auf der Stra\u00dfe. Der Notarzt trifft gerade ein. Weiter gehts durch dichten Nebel und kalte Temperaturen. Kurz vor dem Ziel ein weiterer Notarzteinsatz vor uns.<\/span><\/span><\/span><\/span><span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\"><span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-size: 10.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt; font-family: Tahoma; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;\"><br \/>\nAm Abend die schockierende Nachricht, dass der Fahrer des zweiten Unfalls direkt dort verstorben ist. Die Veranstaltung wirkt auf mich zu diesem Zeitpunkt fast bedrohlich.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"textexposedshow\"><b>Etappe 2: St. Anton &#8211; Imst<\/b><\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Diese Etappe wurde zweimal umgeplant. Zun\u00e4chst wegen Steinschlag.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Letztlich wird die Etappe ganz abgesagt. Das Wetter hat krass umgeschlagen, ab 1500m \u00fcbelste Schneef\u00e4lle. Der Tag geht mit einer reinen \u00dcberf\u00fchrungsetappe nach Imst \u00fcber 45km im str\u00f6menden Regen einher.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Die Stimmung erreicht bei mir ihren Tiefpunkt. Tag 2 und ich hab keinen Bock mehr&#8230;toll.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"textexposedshow\"><b>Etappe 3: Imst &#8211; Zernez (110,02km + 2474 Hm)<\/b><\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Die heutige Etappe findet wie geplant statt. Beim Start hat es sogar aufgeh\u00f6rt zu regnen. Gleich zu Beginn geht es in der Anstieg der Pillerh\u00f6he, und da ist er wieder: der Regen. Die Abfahrt erweist sich als unglaublich eisig, ich verliere meine Teampartnerin aus den Augen. bereits nach 30km bin ich nass bis auf die Haut und halb erfroren. Drei weitere P\u00e4sse warten auf mich und erweisen sich als irre steil. Der Plan, heute die Beine nicht dick zu fahren platzt wie eine Seifenblase. Aber es l\u00e4uft&#8230;steile Anstiege scheinen mein Ding zu sein. Und das fast ohne Bergtraining <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"textexposedshow\"><b>Etappe 4: Zernez &#8211; Livigno (136,91km + 3994 Hm)<\/b><\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Die K\u00f6nigsetappe: noch nie gab es eine so lange Etappe mit so vielen H\u00f6henmetern. Zun\u00e4chst \u00fcber den Ofenpass lief alles recht entspannt. Ab Km55 ging es in den Anstieg des Stilfserjochs (Stelvio), der sich \u00fcber 25km auf ca. 2800m H\u00f6he hinaufschraubte. Ein schier endlos langer Anstieg mit 48 Kehren, der im Schnee endete. Neben uns liefen Skitests am Hang und wieder einmal war es kalt. Die lange Abfahrt machte es nicht besser. Den Stelvio besiegt lagen noch zwei weitere P\u00e4sse an diesem Tag vor mir. Zu meinem Pech blockte mein Magen an diesem Tag jegliche Nahrungsaufnahme und lie\u00df mich mit \u00dcbelkeit die letzten 40km sehr beschwerlich fahren.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3211\" aria-describedby=\"caption-attachment-3211\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/stilfserjoch3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3211 \" alt=\"MEDION Digital Camera\" src=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/stilfserjoch3-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/stilfserjoch3-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/stilfserjoch3-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/stilfserjoch3.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3211\" class=\"wp-caption-text\">Nur noch 4 von 48Kehren bis nach oben&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\"><b>Etappe 5: Livigno &#8211; Aprica (116,66km + 2878 Hm)<\/b><\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Start bei -2\u00b0C und gefrorenen Autoscheiben. Nach der knackigen Etappe gestern hielt die heutige Etappe den gef\u00fcrchteten Anstieg des Mortirolo bereit. \u00dcber 12km ging es mit einer gemittelten Steigung von \u00fcber 12% bergan. Und wiedererwartend lief es verdammt gut! Neben mir schoben Fahrer ihr Rad den Berg hinauf, doch ich war wild entschlossen, dass ich das nicht tun w\u00fcrde. Vorbei am Pantani-Denkmal ging es in \u00fcbelsten Kehren nach oben. Und dann wars auch schon geschafft. Ein echter Hammer&#8230;aber einfach nur geil! Die letzten Kilometer mit Bergankunft in Aprica liefen danach wie von selbst.<\/span><br \/>\n<b><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Etappe 6: Aprica &#8211; Kaltern (144,2km + 2890 Hm)<\/span><\/b><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Die l\u00e4ngste Etappe in 2013. Bereits im ersten Anstieg des Passo Tonale wurden wir einmal mehr vom Wetter \u00fcberrascht. Es wurde bergauf immer k\u00e4lter. Oben angekommen hatten wir Dauerregen und 2\u00b0C. Die Abfahrt wurde zur Tortur. Es wurde so kalt, dass ich unkontrolliert zu zittern begann und das Rad kaum unter Kontrolle bringen konnte. Selten habe ich so etwas krasses erlebt und den n\u00e4chsten Anstieg so herbeigesehnt. Ab Km60 wurde es endlich flacher. Alles war tropfnass und wollte nicht so recht wieder auftauen&#8230;noch 85km lagen vor mir. In solchen Momenten ist Radfahren einfach schei\u00dfe . Irgendwann wurde mir dann doch wieder warm und die letzten beiden P\u00e4sse, Brezer Joch und Mendelpass liefen sogar recht fl\u00fcssig.<\/span><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_3209\" aria-describedby=\"caption-attachment-3209\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/tageszielzernez.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3209 \" alt=\"MEDION Digital Camera\" src=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/tageszielzernez-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/tageszielzernez-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/tageszielzernez-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.tri-team-fuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/tageszielzernez.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3209\" class=\"wp-caption-text\">Etappenziel<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">Langfassung<\/span><\/span><\/h1>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">Die <b>1.Etappe<\/b> ist geschafft. F\u00fcr Kathi und mich lief es heute recht gut. Nach einer recht ruppigen Neutralisation auf den ersten 13km, bei der es im stop and go Rhythmus vorw\u00e4rts ging, verlief die erste Etappe zun\u00e4chst relativ flach durch das Allg\u00e4uer Land. Je n\u00e4her wir dem ersten Berg kamen, desto kupierter wurde die Strecke und bot schon einige Anstiege. Dann kam der Hochtannbergpass, unser erste<\/span><\/span><span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">r Pass der TransAlp. Und wir waren schockiert von der Steigung. Startete der Pass noch mit etwa 5% so wurde es Richtung Gipfel zunehmend steiler. auf ca. 15km hatten wir mit ordentlichen Steigungen zu k\u00e4mpfen. Die Ausschreibung mit 8% m\u00f6chten wir da stark anzweifeln. Wir sind sicher: das waren mehr!!! \u00dcberraschend f\u00fcr uns war, dass man doch tats\u00e4chlich in einer Gruppe dort hochf\u00e4hrt und sich das Feld nicht komplett auseinanderzieht. Der Gipfel schien gar nicht mehr zu kommen und wir k\u00e4mpften mit dem kleinstm\u00f6glichen Gang, der durchaus kleiner h\u00e4tte sein d\u00fcrfen. Danach gings in die Abfahrt und es wurde sehr kalt. Weiter gings \u00fcber den Flexenpass und den Arlbergpass. Dort war es unfassbar neblig. Man sah wirklich nichts mehr. Abzweigungen erkannte man daran, dass man Pfiffe h\u00f6rte und sehr sp\u00e4t einen Mann mit Fahne in der Hand erkannte. Neben und lag Schnee. In der Auffahrt zum Flexenpass war eine Baustelle mit Schotter und in der Abfahrt war pl\u00f6tzlich Stopp. Krankenwageneinsatz im Tunnel. Was genau passiert war wissen wir nicht aber der Radfahrer lag vor uns auf der Stra\u00dfe. Nach Eintreffen des Notarztes ging es weiter. Doch irgendwie waren wir schon ein bisschen geschockt. Dann den Arlbergpass im dichtesten Nebel hoch und dann nur noch im Regen die Abfahrt hinab nach St.Anton. Kurz vor dem Ort noch einmal ein kurzer Stopp und vor uns klettert gerade ein Notarzt mit Rettungsdecke \u00fcber die Leitplanke. Weiter gehts, die letzten 3km in den Ort und ins Ziel.<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Unser Resultat heute waren 5:06h f\u00fcr diese Etappe und damit Damenteam Nr. 17 von 31 des heutigen Tages.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Am Abend beim Briefing f\u00fcr den kommenden Tag erfahren wir, dass es auf der heutigen Etappe einen Toten gab. Dort wo wir den Notarzt gesehen haben, ist ein Radfahrer \u00fcber die Leitplanke geflogen und noch an der Unfallstelle verstorben. Der Schock sitzt.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">F\u00fcr morgen ist K\u00e4lteeinbruch mit 3\u00b0C im Tal und Schneefall auf den Bergen gemeldet. Nachdem gestern die 2.Etappe auf 90km verk\u00fcrzt worden war, wird die Etappe f\u00fcr morgen nun abgesagt. Wir fahren morgen nur 40km im Tal nach Imst. Nach dem Todesfall heute geht hier der Veranstalter kein Risiko mehr ein. Zu Recht. <\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Wir sind auch geschockt und gerade wenig motiviert f\u00fcr die kommenden Tage.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">Nachdem <b>Etappe 2<\/b> wegen dem Wetterumschwung mit K\u00e4lte, Regen und Schnee nicht stattfand absolvierten wir heute <b>Etappe 3<\/b> wie geplant. Ausgestattet im Winteroutfit mit M\u00fctze und \u00dcberschuhen gingen wir an den Start. Der erste Anstieg gleich zu Beginn war die Pillerh\u00f6he. Ein langer Anstieg, der aber gut zu fahren war und erst im letzten Teil etwas steiler wurde. Oben leider Regen und kaaaalt. Entsprech<\/span><\/span><span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">end kalt, nass und ungem\u00fctlich war die Abfahrt. Dann ging es bis km 70 nur leicht ansteigend weiter, bevor im letzten Teil der Etappe drei kurze aber sehr heftige Anstiege auf uns zukamen. Angegeben mit 9% f\u00fchlte es sich deutlich steiler an und brachte uns ordentlich zum keuchen. Wirklich anstrengend. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Morgen steht nun die K\u00f6nigsetappe an: 137km mit ca. 4000hm.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><b><span style=\"font-family: Tahoma;\">4.Etappe:<\/span><\/b><\/span><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\"> Zernez &#8211; Livigno: 136,9km mit 3993Hm<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Heute stand die K\u00f6nigsetappe auf dem Plan&#8230;es gab heute nur hoch oder runter. Wir starteten bei 2\u00b0C Au\u00dfentemperatur dick eingepackt wie im tiefsten Winter. Zum Gl\u00fcck war es heute trocken. Direkt am Ortsausgang von Zernez startete der erste Anstieg hinauf zum Ofenpass auf knapp 2200m H\u00f6he. Dieser Abschnitt einschlie\u00dflich der ersten Abfahrt wurde bis k<\/span><span class=\"textexposedshow\">m39 neutralisiert gefahren&#8230;was f\u00fcr die F\u00fchrenden in Starblock A vielleicht auch spannend war&#8230;f\u00fcr uns aber irgendwie albern, weil wir davon eh nichts mitbekommen haben . Sch\u00f6n gleichm\u00e4\u00dfig und relativ langsam kurbelten Kathi und Yvonne sich also den ersten Pass hinauf um in der anschlie\u00dfenden Abfahrt vor K\u00e4lte zu bibbern. Kaum unten angekommen ging es in den bemerkenswertesten Anstieg des heutigen Tages: dem Stilfserjoch (Stelvio). Hier ging es nun am St\u00fcck 2000Hm bergan. 48 Kehren galt es zu durchfahren, die sch\u00f6n einzeln nummeriert waren. Yvonne stellte dabei fest, dass sie zwischen Kehre 39 und Kehre 14 irgendwie nichts von den Nummern mitbekommen hatte . Immer h\u00f6her schraubten wir uns nach oben und konnten recht fr\u00fch den Gipfel erkennen&#8230;der aber in weiter Ferne zu liegen schien. Bald hatten wir die Schneegrenze erreicht. Insgesamt ging es fast 25km mit ordentlicher Steigung berghoch&#8230;wir waren also echt lange am Berg unterwegs. Kathi kurbelte und kurbelte und hatte ein wenig mit dem R\u00fccken zu k\u00e4mpfen. Yvonne k\u00e4mpfte mit dem Magen, der heute irgendwie keine Lust auf Riegel hatte und mit \u00dcbelkeit auf jegliche Nahrungszufuhr reagierte. Nach endlos langem Anstieg kamen wir endlich oben an. Dort war richtig was los und tats\u00e4chlich ein paar Menschen an der Strecke. Hinunter ging es in die 20km lange Abfahrt. Gar nicht so ohne mit den ganzen Kehren. Yvonne war froh als sie unten war, wo Kathi bereits wartete. Weiter ging es in die letzten beiden Anstiege des heutigen Tages. Zuerst noch einmal \u00fcber 15km den Passo Foscagno und noch einen kurzen Anstieg zum Passo d&#8217;Eira. Yvonne hatte gut zu k\u00e4mpfen, denn der Magen blockte nach wie vor und ohne Nahrung war langsam das Limit erreicht. Das verhasste Gel war der letzte Versuch, der tats\u00e4chlich ins Ziel rettete. Kathi leistete mentale Motivation. Wir waren froh, als endlich der letzte H\u00f6henmeter absolviert war und wir die letzten 7km nach Livigno rollten. Zum Ziel ging es dann noch eine miese Rampe nach oben, die nun aber auch nicht mehr bemerkenswert war.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Fazit: Etappe 4 geschafft!!!&#8230;und alles tut weh, selbst der Oberk\u00f6rper reagiert \u00fcberall mit Druckschmerz &#8230;das wird ein Spa\u00df morgen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><b><span style=\"font-family: Tahoma;\">5.Etappe:<\/span><\/b><\/span><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\"> Livigno &#8211; Aprica: 116,7km + 2878 Hm<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Der Pass vor dem wir zitterten: Passo Mortirolo<\/span><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Nach der knackigen Etappe des Vortages standen f\u00fcr uns heute 4 P\u00e4sse auf dem Plan. Mit dabei der geschichtstr\u00e4chtige Passo Mortirolo. Aber von vorn: Der Tag startete f\u00fcr uns in Livigno bei einer Au\u00dfentemperatur von -2\u00b0C&#8230;..aber daf\u00fcr war es ausnahmsweise mal trocken. Also ging es wie die letzten Tage au<\/span><span class=\"textexposedshow\">ch dick eingepackt mit Hand- und \u00dcberschuhen an den Start. Die ersten beiden P\u00e4sse kannten wir bereits, da wir \u00fcber diese am Vortag nach Livigno gekommen waren, und \u00fcberfuhren diese nun r\u00fcckw\u00e4rts. Wir gingen das Ganze heute locker an, die Beine waren dick von gestern. Das lief gut an und die Beine zeigten sich erstaunlicherweise schnell betriebsbereit. Nach dem Passo Foscagno bei ca. km 20 ging es dann bis km70 tendenziell bergab. Wir erwischten eine sch\u00f6ne kleine Gruppe und machten einige Kilometer schnell gut. Irgendwann entschieden wir, dass uns die Sache zu schnell wird und lie\u00dfen uns fallen, um etwas gem\u00e4chlicher zum gef\u00fcrchteten Mortirolo zu rollen. es sollte sich zeigen, dass dies eine der besten Entscheidungen des Tages war. Und dann war es soweit. Der Mortirolo tat sich mit etwa 12km steilstem Anstieg vor uns auf. Im Kopf hatte ich einmal den Satz: Schieben zerst\u00f6rt die Pedalplatten; zum Zweiten die Aussage: Hier zu Schieben ist keine Schande; und ich h\u00f6rte Arila immer noch am Abend vorher sagen: Du musst nur aufpassen, dass der Lenker nicht hochgeht. &#8230;mit diesen Gedanken ging es los. Doch bald war klar: wir haben das Ding im Griff. Ja, es war steil&#8230;und ja, die Beine brannten&#8230;aber: ES LIEF GUT. Langsam aber sehr best\u00e4ndig kraxelten wir den Anstieg hoch. Neben und schoben tats\u00e4chlich einige ihr Rad. Wild entschlossen, dass wir das nicht vorhatten, machten wir unglaublich Platz um Platz nach vorne gut und schoben und an einigen vorbei. Vorbei am Pantani-Denkmal (das war echt h\u00e4sslich ) und dann war es geschafft. Nun noch eine Weile \u00fcber den Berg d\u00fcsen und dann ab in die Abfahrt Richtung Aprica. Diese Abfahrt war die vermutlich gruseligste der ganzen Woche. L\u00f6cher durchzogen die Stra\u00dfe und immer wieder Schotter und Sand. So einige Fahrer sahen wir in Rettungsdecken geh\u00fcllt am Stra\u00dfenrand. Umso vorsichtiger fuhren wir bergab. dann ein letzter Anstieg \u00fcber 5km nach Aprica zur Bergankunft. Die F\u00fc\u00dfe tauten zwar bis dahin nicht mehr auf, aber wir kamen nach 6Stunden und 9Minuten in Aprica an. Vor uns noch zwei weitere Etappen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><b><span style=\"font-family: Tahoma;\">6.Etappe<\/span><\/b><\/span><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">: Aprica &#8211; Kaltern<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Die L\u00e4ngste Etappe in diesem Jahr: 144,2km + 2890Hm<\/span><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Der Zielort Kaltern verhie\u00df uns allm\u00e4hlich in mediterrane Gefilde zu entf\u00fchren und die Temperaturen steigen zu lassen. Bei 10\u00b0C ging es los und wir hofften innigst auf sch\u00f6neres Wetter. Heute mal die Knielinge statt der Beinlinge angezogen und eine Schicht weniger obenrum. Drei P\u00e4sse lagen heute vor uns und der Tag vers<\/span><span class=\"textexposedshow\">prach lang zu werden. Bereits unser Start war von ein wenig Pech verfolgt. Es ging zun\u00e4chst \u00fcber 15km neutralisiert die Abfahrt hinunter. Das gesamte Feld f\u00fchr im Pulk in gem\u00e4\u00dfigtem Tempo zusammen los. Kathi hatte f\u00fcr den Notfall Cola im Trikot, und diese Dose verselbst\u00e4ndigte sich, so dass wir kurz halten mussten, um alles wieder sicher zu verstauen. In dieser zeit rollte nat\u00fcrlich ein riesiger teil des Feldes an uns vorbei. Aber egal, weiter gings. Nach der Neutralisation hinauf zum Passo Tornale auf etwa 1900m. Bereits im Anstieg wurde es merklich k\u00e4lter und bekann zu tr\u00f6pfeln. Doch der Hammer kam am Gipfel: 2\u00b0C, Regen und Nebel. Es war bestialisch kalt. Wir zogen fix alles an, was wir dabei hatten und unser Support hatte zum Gl\u00fcck etwas warmes dabei. Dann gings wohl oder \u00fcbel ind die Abfahrt vom Passo Tornale&#8230;.und es wurde noch viel k\u00e4lter als bisher. Irgendwann wurde es schwer, dass Rad unter Kontrolle zu halten, weil wir so sehr zitterten. Nach der endlos langen 15km Abfahrt waren wir beide halb erfroren. es war unfassbar kalt. Gedanken des Abbrechens kamen in den Kopf. Yvonne wurde einigerma\u00dfen schnell wieder warm. Doch Kathi zitterte und zitterte. Einfach wie ausgeschaltet. Die Beine bewegten zwar noch die Pedale, aber v\u00f6llig ohne Kraft. Noch nie hatten wir uns so sehr gew\u00fcnscht, dass es wohl bald bergauf gehen m\u00f6ge, damit es wieder warm wurde beim fahren. Wir machten uns Sorgen, wie es wohl weitergehen sollte. Mit der Zeit wurde es dann zum Gl\u00fcck doch besser, und es kam wieder Leben in Katharina. Ein Gl\u00fcck! Und vor uns lagen immer noch 2 P\u00e4sse und \u00fcber 60km. Und Kathi riss sich zusammen und wir bezwungen Kilometer um Kilometer. Immer wieder Regenschauern. Wir waren nass bis auf die Haut. das Brezer Joch bekamen wir dann doch wieder recht gut hin. Und der letzte Pass f\u00fcr heute, der Mendelpass lief richtig gut. Yvonne hatte in der Abfahrt dann ihre Schwierigkeiten mit steilen Rechtskurven, aber endlich endlich erreichten wir die Zeitnahme kurz vor Kaltern nach 6Stunden und 48Minuten. Hier schien tats\u00e4chlich die Sonne und eine wundervolle Landschaft mit Weinanbau tat sich vor uns auf. <\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Die heutige Etappe war f\u00fcr uns am Kraftraubendsten wegen der K\u00e4lte und dem Regen.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Nun liegt nur noch der letzte Tag vor uns: Arco, wir werden ankommen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><b><span style=\"font-family: Tahoma;\">7.Etappe:<\/span><\/b><\/span><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\"> Kaltern &#8211; Arco<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Die Schlussetappe mit 103,5km und 1625Hm<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\">Der letzte Tag: Ein letztes Mal konzentrieren, einmal noch Spannung aufbauen. <\/span><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Beim Start scheint die Sonne und wir haben 15\u00b0C. Trotzdem sind die meisten mit Regenjacke bewaffnet&#8230;dem Wetter traut hier keiner mehr. <\/span><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Los gehts, gute 30km bis zum ersten Anstieg. Das Feld rollt dicht los und wir h\u00e4ngen mittendrin. In einem irren Temp<\/span><span class=\"textexposedshow\">o rasen wir durch die Weinh\u00e4nge. Pl\u00f6tzlich ein kurzer Schock: ein Schaltwerk springt wie ein Flummi einmal diagonal durch die Reihen. Aber alles gut, nichts passiert. Weiter geht es. Sobald man seine Nase rechts oder links ein klein wenig zu weit raush\u00e4lt, wird es richtig anstrengend. Also klein machen, verstecken und irgendwie den Anschluss halten. So macht das Spa\u00df&#8230;es ist echt anstrengend, aber es fetzt. So erreichen wir den Fu\u00df des Fai della Paganella mit einem 39er Schnitt. Und ab in den Passanstieg \u00fcber 900Hm. Katharina hat Frust von der K\u00e4lteetappe gestern und macht ordentlich Druck. Yvonne hat gut zu tun, das Tempo heute mitzugehen. Wir sind im Anstieg viel schneller als die ganze Woche. Aber: wenn nicht jetzt, wann dann? An die folgende Abfahrt kann ich mich gerade nicht mehr recht erinnern. wenns mir wieder einf\u00e4llt, liefere ich es nach. Dann der letzte Anstieg, der Passo del Ballino. Kathi zerrt an der Kette und pr\u00fcgelt mich den Berg hoch. dann noch eine letzte verfluchte Abfahrt. Der Gardasee liegt schon zu unseren F\u00fc\u00dfen und da ist sie: Die Matte der Zeitmessung. Gemeinsam, Hand in Hand rollen wir ins Ziel und haben heute noch einmal alles gegeben. <\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">In 3:32h haben wir heute unsere beste Platzierung der Woche geholt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"usercontent\"><span style=\"font-family: Tahoma;\">Vorl\u00e4ufiges <b>Fazit <\/b>der Woche:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Tahoma;\"><br \/>\n<span class=\"usercontent\">Nachdem die 1.Etappe wirklich nicht sch\u00f6n war, wir von H\u00f6henmetern, Wetter und Unf\u00e4llen geschockt waren. Dazu ein Todesfall kam und die 2.Etappe abgesagt wurde, waren wir von der Veranstaltung ziemlich abgeschreckt. Die Woche wurde aber immer besser und begann dann doch viel Spa\u00df zu machen. Waren wir am 2.Tag noch der Meinug: Das machen wir nie nie wieder, so relativie<\/span><span class=\"textexposedshow\">ren wir das und sagen&#8230;naja, vielleicht doch &#8230;.aber erst, wenn das mit dem bergabfahren viiiiiel besser l\u00e4uft. Bergauf waren wir stark und sammelten zu Hauf Fahrer ein&#8230;leider holten uns auf den Abfahrten doppelt so viele wieder ein. Das ist frustrierend&#8230;.aber durchaus auch Motivation.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"textexposedshow\">Naja, das war sie also: die k\u00e4lteste und nasseste Transalp der Geschichte.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Und wir waren dabei.<\/span><br \/>\n<span class=\"textexposedshow\">Insgesamt hatten wir diese Woche eine reine gemessene Etappenfahrzeit von 34:19:46,5 Stunden in 6 Tagen (da Tag 2 ja ausgefallen ist).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Schwalbe Tour Transalp 2013\u00a0 powered by Sigma&#8220; &#8211; die k\u00e4lteste und nasseste Transalp der Geschichte. 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